Ersterwähnung
1296 verkaufte der Fürst von Werle das Dorf "Wendeschen Warne" an das Kloster Neuenkamp im heutigen Vorpommern.
Herkunft des Namens
Der Ortsname ist slawischen Ursprungs und leitet sich wahrscheinlich von Warne oder Varnu ab, was Krähe oder Rabe bedeutet.
Zur Geschichte
Wendisch Waren entwickelte sich aus einer slawischen Siedlung am Goldberger See zu einem reinen Bauerndorf, was es bis weit ins 20. Jh. hinein auch blieb. Zwischen 1840 und 1860 wurden der Große und Kleine Serrahnsee zur Grünlandnutzung trocken gelegt. Heute sind große Teile wieder versumpft. Im 19. und 20. Jh. wurden neben den sieben Bauernstellen 18 Büdnereien und 25 Häuslereien im Dorf eingerichtet. Von 1867 bis 1869 baute man eine Chaussee von Waren nach Crivitz, die den Ort durchschnitt und erstmals eine direkte Straßenverbindung nach Goldberg schuf. Heute ist sie die Bundesstraße 192. Über fast zwei Jahrhunderte gab es in Ortsnähe eine Ziegelei. Als Wendisch Waren 1887 Eisenbahnanschluss erhielt, führte ab 1901 ein Nebengleis zu dieser Produktionsstätte. Die Chausseeverbindung undder Eisenbahnanschluss führten zu einer deutlichen Belebung des Dorfes. 1896 zählte man in Wendisch Waren 523 Einwohner (2004: XXX). Eine Molkerei, Gaststätte, Pension und Bäckerei sowie ein Sägewerk und mehrere Handwerksbetriebe kamen Anfang des 20.Jh. hinzu. Trotzdem hat Wendisch Waren sich seinen ländlichen Charakter erhalten, was am heutigen Gebäudebestand leicht abzulesen ist.
Zusammenfassung
Wendisch Waren wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Es war und blieb über die Jahrhunderte ein Bauerndorf. Im 19. und 20. Jh. wurden neben den sieben Bauernstellen 18 Büdnereien und 25 Häuslereien im Dorf eingerichtet. Der Ausbau der Chaussee 1869 und der Eisenbahnanschluss 1887 waren für das Dorf bedeutend.
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